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ProSeBiCA - Prospektive Steuerung der Serviceangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken mittels Conjoint-Analyse

Einsatz der Conjoint-Analyse als Instrument der Marketingforschung zur Entwicklung und Steuerung zukünftiger Serviceangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken

Projektleitung/Projektmitarbeiter:
Antonia Hermelbracht (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Marketing, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld)
ahermelbracht@wiwi.uni-bielefeld.de
Bettina Koeper (Universitätsbibliothek Bielefeld)
bettina.koeper@uni-bielefeld.de
Erik Senst (Universitätsbibliothek Bielefeld)
erik.senst@uni-bielefeld.de

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.03.2004 - 28.02.2006

Projektbeschreibung:
Über die Zukunft der Bibliotheken bzw. "die Bibliothek der Zukunft" wird in der aktuellen Presse häufig und ausführlich diskutiert. Welche Dienstleistungen sollen die Bibliotheken als Produkte in der Zukunft anbieten? Wie kann man die Wünsche der Bibliotheksbesucherinnen und -besucher systematisch erfassen, um die angebotenen Dienste noch besser auf die Bedürfnisse der Bibliothekskunden abstimmen zu können?
Mit der Übertragung und Anwendung von etablierten Methoden hat die Universitätsbibliothek Bielefeld hierbei neue Wege beschritten:

So wurde in diesem Projekt, das die Bibliothek gemeinsam mit der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Marketing (Prof. Dr. Reinhold Decker) an der Universität Bielefeld durchgeführt hat, die Conjoint-Analyse zur Ermittlung zukünftiger Serviceangebote auf das Bibliothekswesen übertragen. Die Conjoint-Analyse ist ein allgemein anerkanntes Instrument der Marketingforschung und ermöglicht eine systematische Erfassung und Analyse von Kundenpräferenzen. Die Fragestellung lautet dabei nicht, wie bei Befragungen zur Leistungsmessung allgemein üblich: "Wie werden die derzeitigen Serviceleistungen beurteilt?". Die Conjoint-Analyse zielt vielmehr ausdrücklich auf die zukünftige Gestaltung von Dienstleistungen und setzt mit der Ermittlung von Kundenpräferenzen für eine vorgegebene Auswahl von realisierbaren alternativen Dienstleistungsoptionen methodisch anders an. Die Fragestellung der Conjoint-Analyse lautet daher: "Welche Dienstleistungsoptionen bringen dem Kunden zukünftig den größten Nutzen?" - "Welche umsetzbaren Optionen sollen das zukünftige Serviceangebot bilden?"
Ziel des Projekts war daher, durch die Anwendung der Conjoint-Analyse als Instrument der Marketingforschung einen umfassenden Analyse- und Simulationsrahmen für wissenschaftliche Bibliotheken zu entwickeln, der auf Basis von Präferenzmessungen eine empirisch und wissenschaftlich fundierte Strategieplanung für die gezielte Weiterentwicklung des Dienstleistungsspektrums ermöglicht. Dieser allgemeine Analyse- und Simulationsrahmen wurde aus einer empirischen Untersuchung am Beispiel der Universitätsbibliothek Bielefeld extrahiert und anschließend über eine zweite Untersuchung am IKMZ Cottbus überprüft und validiert. Mit Abschluss des Projektes wird dieser Analyse- und Simulationsrahmen über einen Leitfaden zur allgemeinen Nachnutzung anderen Bibliotheken zur Verfügung gestellt.

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
Über den aktuellen Projektstand und die bisherigen empirischen Ergebnisse der Untersuchungen in Bielefeld und Cottbus können Sie sich auf der ProSeBiCA-Projekthomepage informieren. Hier finden Sie auch detailliertere Informationen zu den Projektzielen und dem Projektablauf sowie weiterführende Informationen, eine Datenbank mit innovativen Serviceideen und die bisherigen Vorträge und Publikationen des ProSeBiCA Projektes:
http://www.prosebica.de/