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Die besten Suchmaschinen

Jede Suchmaschine hat Stärken und Schwächen und jeder ist für eine bestimmte Fragestellung besonders gut geeignet. Auf dieser Seite konzentrieren wir uns auf die jeweils besten und bekanntesten Suchdienste und sagen Ihnen, wo Sie weitere finden. Die Grundlagen werden Ihnen auf der Seite Wie finde ich die passende Suchmaschine erläutert.

Suchmaschinen

Allgemeine Suchmaschinen eignen sich besonders gut, wenn Sie Fakten oder aktuellere Informationen suchen. Google ist trotz einiger kleinerer Schwächen die klare Nr. 1 bei den Suchmaschinen. Laut eigener Aussage "kennt" Google weit über 1 Billion Internet-Adressen (Quelle: Google Blog, Stand: Juli 2008). Nicht jede davon gelangt jedoch in den Index, denn es gibt unzählige Seiten ohne Inhalt oder inhaltlich identische Seiten, die von Google von vornherein ausgefiltert werden. Die tatsächliche Indexgröße liegt daher schätzungsweise aktuell bei ca. 100-500 Milliarden Internetseiten. Bei der Aktualität - Treffer aus dem Kurznachrichtendienst Twitter werden fast sekündlich aktualisiert und Änderungen auf Nachrichten-Webseiten, Weblogs oder Foren sind oft schon nach wenigen Minuten im Index - und den vielen weiteren Suchfunktionen und Diensten kann keine andere Suchmaschine mithalten. Der Suchmaschinen-Marktanteil von Google in Deutschland lag lange Zeit bei über 90%, ist aber zuletzt leicht zurück gegangen (Quelle: Webhits, Stand: Janaur 2014).

Wer eine Alternative zum Quasi-Monopolisten Google sucht, ist bei Microsofts Suchmaschine Bing oder bei DuckDuckGo am besten aufgehoben. Auch diese Suchmaschinen sind umfassend, bieten viele Suchfunktionen und Dienste und finden manchmal mehr oder präzisere Treffer als Google. DuckDuckGo kann zudem beim Thema Datenschutz überzeugen (keine Speicherung der IP-Adresse).

Wer nicht auf die Qualität des Google-Index verzichten möchte, dabei aber seine Daten nicht an Google senden möchte, kann die Suchmaschine Startpage nutzen, die eine "anonyme" Suche im Google-Index ermöglicht. Auch die Webseiten selbst, die in der Trefferliste erscheinen, können "anonym" geöffnet werden.

Neben diesen Suchdiensten gibt es noch Hunderte weiterer allgemeiner Suchmaschinen, diese benutzen jedoch praktisch immer den Index einer der hier genannten Dienste und spielen deshalb im Grunde genommen keine Rolle.

Spezialsuchmaschinen

Spezialsuchmaschinen eigenen sich besonders gut, wenn Sie nur einen bestimmten Bereich im Internet durchsuchen wollen, z.B. nur wissenschaftliche Internetseiten. Genau darauf haben sich die Suchdienste Google Scholar und unsere eigene Suchmaschine BASE spezialisiert. In Google Scholar finden Sie alle Arten von wissenschaftlichen Texten, sogar Bestände aus Bibliotheken. Wenn Sie in Google Scholar ein Buch oder einen Aufsatz finden, der in der Universitätsbibliothek Bielefeld vorhanden ist, erhalten Sie einen Hinweis (z.B. SFX@UB Bielefeld), über den Sie feststellen können, unter welcher Signatur das Buch in unserem Bestand zu finden ist. Unsere eigene wissenschaftliche Suchmaschine BASE ermöglicht speziell die Suche in qualitätsgeprüften Quellen, die wissenschaftliche Dokumente in der Regel frei verfügbar anbieten.

Weitere interessante Spezialsuchmaschinen sind Paperball und Google News, jeweils für die Suche nach aktuellen Meldungen aus Tages- und Wochenzeitungen. Für die Suche in Weblogs eignen sich Twingly oder Icerocket.

Die Wayback Machine des Internet Archives ermöglicht es, alte Versionen einer Internetseite wieder aufzufinden. Dies ist besonders nützlich, falls die Inhalte der Internetseite inzwischen gelöscht wurden oder kostenpflichtig sind. Allerdings muss Ihnen die Adresse (URL) der Internetseite bekannt sein, von der Sie eine alte Version suchen.

Einen interessanten Ansatz verfolgt Wolfram Alpha, die "computational knowledge engine". Bei jeder Suchanfrage (die in englisch gestellt werden sollte) werden anstelle einer Trefferliste direkt passende Formeln oder Statistiken, die aus verschiedenen Quellen stammen, übersichtlich auf einer Seite grafisch ausgegeben.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen ermöglichen die gleichzeitige Suche in vielen verschiedenen Suchdiensten. Sie sind also die beste Wahl, wenn Sie möglichst viel auf einmal finden wollen. Dafür müssen Sie aber oft Einschränkungen bei Suchfunktionen und auch bei der Trefferqualität hinnehmen.

Metasuchmaschinen wie Yippy oder Carrot2 gehen dabei einen besonderen Weg. Die gefundenen Dokumente werden nicht - wie sonst üblich - in einer langen unsortierten Trefferliste angezeigt, sondern automatisch nach Themengebieten sortiert, den sogenannten "Clusters" oder "Clouds" (Beispielsuche nach Metroplis in Yippy und in Carrot2). Damit können Sie leichter Informationen zu dem Thema finden, das Sie interessiert. Bei Yippy wird Google nicht mit durchsucht, die Ergebnisse erscheinen aber vollständiger als bei Carrot2, über das auch Google durchsucht werden kann.

Die Metasuchmaschine search.com bietet zahlreiche verschiedene "kleine Metasuchen" an, z.B. auch nach Bildern, Videos oder Musik. Hier werden dann jeweils verschiedene Spezialsuchmaschinen gleichzeitig durchsucht. eTools.ch durchsucht auch die großen Suchmaschinen Google, DuckDuckGo und Bing.

Speziell für deutschsprachige Dokumente geeignet ist Metager, ein Dienst des RRZN Hannover, und dessen Weiterentwicklung Metager2. Auch hier wird der Datenschutz groß geschrieben und auf eine Speicherung von Nutzerdaten verzichtet.

Verzeichnisse (Linksammlungen)

Verzeichnisse eignen sich besonders dann, wenn Sie sich einen Überblick auf ein Thema verschaffen möchten oder wenn Sie bewertete Informationen zu einem Thema suchen.

Das größte redaktionell betreutete Internetverzeichnis ist das Open Directory Project (ODP). Wie fast alle "tradionellen" Verzeichnisse leidet das ODP allerdings an einigen Schwächen. Viele Kategorie machen einen ungepflegten Eindruck und Aktualisierungen gibt es nur sehr unregelmäßig. Dafür kann sich jeder beim ODP als Redakteur anmelden und so beim Aufbau des Internetverzeichnisses mithelfen. Außerdem kann jeder die Inhalte aus dem ODP z.B. zum Aufbau eigener Linksammlungen nachnutzen.

Eine zeitgemäßere Form der Linksammlung sind so genannte "Social Bookmarking"-Dienste wie z.B. Diigo oder Delicious. Hier kann jeder Nutzer Lesezeichen auf Internetseiten ablegen, diese mit Tags (Schlagwörtern) versehen und auch kommentieren. Auf diese Weise entsteht eine riesige und hochaktuelle Linksammlung, die durch kein Redaktionsteam gepflegt oder kontrolliert wird. Nutzer können sich untereinander vernetzen und so gemeinsam die Linksammlung aufbauen. Auch alle Links aus unserem Suchmaschinen-Tutorial haben wir z.B. bei Diigo abgelegt (den Link finden Sie rechts oben).

Auch einige Bibliotheken bieten kleine Internetverzeichnisse, speziell für wissenschaftliche Webseiten an. Ein Beispiel hierfür sind z.B. unsere Linksammlungen im Bereich Fachinformation.

Suchmaschinenverzeichnisse sind Internetverzeichnisse speziell für alle Arten von Suchdiensten. Für den deutschsprachigen Raum besonders umfangreich - aber leider seit einiger Zeit nicht mehr gepflegt - sind das Suchlexikon und Klug Suchen. Für den englischsprachigen Bereich bietet sich ein Blick in die Rubrik Searching des ODP an. Als Alternative zu den oft veralteten Suchmaschinenverzeichnissen ist die Suche in einer allgemeinen Suchmaschine wie Google nach Spezialsuchmaschinen zu empfehlen. Hier lassen sich Spezialsuchmaschinen finden, indem man einen Begriff, zu dem man eine Spezialsuchmaschine sucht, ergänzt um das Stichwort suchmaschine oder "search engine" (mit Anführungszeichen für die Phrasensuche) eingibt, z.B. wissenschaft suchmaschine oder movies "search engine".

Nachschlagewerke

Als Alternative zu Suchdiensten empfiehlt sich insbesondere bei der Suche nach Fakten, z.B. den Lebensdaten einer Person, der direkte Blick in ein Nachschlagewerk. Das bekanntest und umfangreichste Nachschlagewerk weltweit ist die Wikipedia. Hier findet man zu vielen Begriffen oft hilfreiche Informationen. Nützliche Artikel zeichnen sich dadurch aus, dass es am Ende eine Liste mit weiteren Quellen und Internetseiten zu diesem Thema gibt. Besonders gute Artikel sind zudem als "Exzellent", überdurchschnittlich gute Artikel als "Lesenswert" gekennzeichnet. Die Artikel können in aller Regel von jedem Nutzer bearbeitet werden. Zu jedem Artikel gibt es eine Diskussionsseite, in der auf Fehler, Unstimmigkeiten oder zusätzliche Informationen hingewiesen wird, und eine Versionsgeschichte, anhand derer sich alle Änderungen des Artikels rekonstruieren lassen. Da kein Nachschlagewerk der Welt völlig fehlerfrei ist, lohnt sich neben der Wikipedia auch ein Blick in die Encyclopedia Britannica, deren Artikel wie in der Wikipedia frei zugänglich sind und z.T. auch bearbeitet werden können.

Nächster Schritt …

Wenn Sie das Suchmaschinen-Tutorial Schritt für Schritt durchgearbeitet haben sind Sie nun am Ende angelangt. Sie können nun die Präsentation abrufen, das Tutorial in kompakter Form ausdrucken oder zur Startseite des Tutorials zurückkehren.