Universitätsbibliothek

Lesenacht in der Universitätsbibliothek am 23.11.2017

"Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann
Gelesen von: Dr. Wiebke Esdar
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abteilung Psychologie
Mitglied des Deutschen Bundestages

Ort: SCHEINWERFER, Bauteil U0
Uhrzeit: 20:00 - 20:30 Uhr

Franziska ist eine starke, begabte junge Frau voller Sehnsucht. Sie bewegt sich zwischen den Welten: Franziska wird im Dritten Reich geboren, ihre Eltern verlassen die Ostdeutsche Heimat zu Beginn des Bolschewismus um nach Westen zu gehen, Franziska bleibt dort. Aus bürgerlichem Elternhaus stammend, heiratet sie zunächst den Arbeiter Wolfgang Exß. Die Ehe scheitert. Sie studiert Architektur und wird von ihrem Lehrer, Prof. Reger, protegiert und gefördert. Anschließend begibt sie sich voller Enthusiasmus nach Neustadt, um dort staatlich organisiert Wohnungen für Arbeiter zu bauen. Franziskas Traum ist es, „Wohnungen zu bauen, die ihren Bewohnern das Gefühl von Freiheit und Würde geben“. Dieser Traum prallt jedoch auf die Zielvorgabe, schnell und billig zu bauen, vornehmlich mittels industrieller Plattenbauweise.

Brigitte Reimann schrieb zwanzig Jahre an Franziskas Geschichte, die starke autobiografische Züge trägt. Der Roman erschien 1974 posthum in Ost-Berlin und wurde vor allem für seine offene Schilderung des DDR-Alltags gefeiert.
[Dr. Wiebke Esdar]

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