• © Bielefeld University Library

Unsere Projekte


Laufende Projekte und Projektbeteiligungen

BASE (Bielefeld Academic Search Engine)

BASE ist die weltweit größte Suchmaschine speziell für frei im Sinne des Open Access zugängliche wissenschaftliche Dokumente im Internet. Sie wird als strategisches Projekt der Universitätsbibliothek Bielefeld stetig weiter entwickelt.
Laufzeit: 2004 -
Förderung: Anschubfinanzierung durch Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW

Zum Projekt

BieJournals - Open-Access-Zeitschriften an der Universität Bielefeld

Die Universitätsbibliothek Bielefeld unterstützt mit dem Betrieb der Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) die Herausgabe von Open-Access-Zeitschriften an der Universität Bielefeld. Darüber hinaus ist die Universitätsbibliothek Mitglied im OJS-Netzwerk OJS-de.net.
Laufzeit: 2009 -
Projektpartner: Verschiedene Herausgeber von Open-Access-Zeitschriften an der Universität Bielefeld

Zum Projekt

Informium

Das Rektorat der Universität Bielefeld fördert unter der Dachmarke Informium den Aufbau von hochschulweiten Services für das Forschungsdatenmanagement and Universität Bielefeld. Das Kompetenzzentrum Forschungsdaten an der Universitätsbibliothek bietet ein umfangreiches Beratungsangebot für die Erstellung von Data Management Plänen und die kontinuierliche Dokumentation von Forschungsdaten an. Des Weiteren unterstützt es Fakultäten und wissenschaftliche Einrichtungen darin, ihre Angebote mit weltweiten Daten-Archiven zu vernetzen. Zugleich gestattet der hochschulweite Service PUB – Publikationen an der Universität Bielefeld die Veröffentlichung von Forschungsdaten.
Laufzeit: 2009 -
Förderung: Rektorat der Universität Bielefeld

Zum Projekt

Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund 1900-1945

Das Projekt erfasst Filme und Hörfunksendungen, in denen literarische Stoffe für Kinder und Jugendliche dargeboten wurden. Darüber hinaus werden die dazugehörigen gedruckten Versionen (Romane, Erzählungen, Märchen, Bilderbücher, Comics etc.), überlieferten Bühnendarbietungen und weitere Verarbeitungen / Verwertungen (u.a. Merchandising) dokumentiert. Die Universitätsbibliothek entwickelt auf Basis von Drupal das Erfassungsystem.
Laufzeit: 2015 - 2019
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektpartner: Prof. Dr. Petra Josting (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft)

Zum Projekt

Kostentransparenz als Beitrag zur Open-Access-Transformation - KOA

Aufbauend auf der OpenAPC-Initiative zielt das Projekt auf die Schaffung standardisierter, institutionenübergreifender Routinen für die Aggregation, Analyse, transparente Darstellung und Monitoring der Kosten für Open-Access-Publikationsgebühren.
Das übergeordnete Ziel der Schaffung von Markt- und Kostentransparenz für Open-Access-Publikationsgebühren für eine zielgerichtete Open-Access-Transformation wird über folgende Teilziele erreicht:

a. Ausweitung der Erfassung von Kostendaten durch Aufnahme weiterer Open-Access-Publikationsfonds,
b. Entwicklung neuer Methoden zur qualifizierten Schätzung der vorhandenen Ausgaben und Kosten von akademischen Einrichtungen in Deutschland, die noch nicht über institutionelle Förderstrukturen für das kostenpflichtige Open-Access-Publizieren verfügen,
c. Erfassung von Kosten, die im Rahmen der Open-Access-Transformation für kooperative, nicht über Open-Access-Publikationsgebühren gebundene Finanzierungsmodelle sowie für Offsetting-Modelle und dem in der Open-Access-Strategie des BMBF laufenden Post-Grant-Fund anfallen,
d. Integration von KOA in einen nationalen Open-Access-Monitor.

Laufzeit: 10/2018 - 09/2020
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projekt-Webseite in Kürze

Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE

Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat im Rahmen der Schwerpunktinitiative Digitale Information einen "Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt" für Deutschland eingerichtet. Ziel des Projekts ist die großflächige Umsetzung der Open-Access-Transformation wissenschaftlicher Zeitschriften, wie sie die OA2020-Initiative der Max Planck Digital Library auf globaler Ebene verfolgt. OA2020-DE ist Teil eines sich etablierenden internationalen Netzwerks nationaler Open-Access-Kontaktpunkte und arbeitet eng mit deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Verlagen zusammen.
Laufzeit: 08/2017 - 07/2020
Projektpartner: Max Planck Digital Library (MPDL), Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich
Förderung: Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen

Zum Projekt

Niklas Luhmann – Theorie als Passion. Wissenschaftliche Erschließung und Edition des Nachlasses

Ziel des Projekts ist die Sicherung, Erschließung, werkgenetische Erforschung und kritische Edition des wissenschaftlichen Nachlasses Niklas Luhmanns. Zu diesem Zweck werden die bewahrenswerten Teile des Nachlass (Manuskripte, Zettelkasten, Korrespondenz, Bibliothek etc.) zunächst archivarisch gesichert und in den Teilen, die wissenschaftlich erschlossen werden sollen, digitalisiert sowie für die weitere Bearbeitung bereitgestellt. Die Universitätsbibliothek übernimmt dabei die Aufgabe der Präsentation und Formalerschließung der von der Fakultät für Soziologie zu digitalisierenden Materialien und stellt die Langzeitarchivierung der Digitalisate sicher.
Laufzeit: 2015 - 2030
Förderung: Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaft und der Künste
Projektpartner: Prof. Dr. André Kieserling (Fakultät für Soziologie), Universitätsarchiv, Cologne Center for eHumanities (CCeH)

Zum Projekt

Open-Access.Network

open-access.network - Kompetenz- und Vernetzungsplattform im Bereich Open Access

Das Projekt open-access.network schafft ein neues Informations- und Vernetzungsangebot, das vorhandene Initiativen aktivieren und überregional vernetzen sowie den Austausch innerhalb der Wissenschaft zu Open Access nachhaltig verbessern wird. Es werden disziplinübergreifend, zentral und zuverlässig Informationen zum Thema Open Access zur Verfügung gestellt. Neu erstellte frei zugängliche Materialien, Fortbildungs- und Schulungsangebote qualifizieren Akteure sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Wissenschaft und Bibliotheken weiter und vermitteln Kompetenzen zu praktischen, organisatorischen und rechtlichen Fragestellungen. Im Rahmen des Gesamtvorhabens übernimmt die Universitätsbibliothek Bielefeld zwei Arbeitsbereiche:
• Sie unterstützt die redaktionell gepflegten Informationsangebote durch Erstellung, Integration und Erweiterung strukturierter Datenkollektionen, die die Auffindbarkeit von Open-Access-Publikationsmöglichkeiten unter verschiedenen Gesichtspunkten unterstützen.
• Sie unterstützt die Stärkung didaktischer Kompetenzen und den Wissensaustausch von Open-Access-Multiplikator*innen mit der Durchführung von Train-the-Trainer- Bootcamps.
Laufzeit: 12/2019 - 11/2022
Projektpartner: KIM der Universität Konstanz, Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, SUB Göttingen, Open-Access-Büro Berlin, Technische Informationsbibliothek (TIB)
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zum Projekt

Open-Access-Publikationsfonds

Der Open-Access-Publikationsfonds der Universität Bielefeld übernimmt die Kosten für die Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften nach den Kriterien des Förderprogramms Open Access Publizieren der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Der Open-Access-Publikationsfonds wird von der Universtätsbibliothek zentral verwaltet.
Laufzeit: 2009 -
Förderung: Rektorat der Universität Bielefeld, Deutsche Forschungsgemeinschaft

Zum Projekt

OpenAIRE-Advance - Advancing Open Scholarship

OpenAIRE-Advance zielt auf die weitere Unterstützung und Umsetzung der Open-Access- und Open-Data-Mandate der Europäischen Kommission. Dazu werden das zugrundeliegende Open-Access-Netzwerk und die technische Infrastruktur konsolidiert und im Sinne von Open-Science-Prinzipien ausgebaut. OpenAIRE-Advance forciert die Entwicklung des wissenschaftlichen Kommunikationssystems hin zu mehr Offenheit und Transparenz und unterstützt die Vision einer "European Open Science Cloud". Unter anderem koordiniert die Universitätsbibliothek Bielefeld in Kooperation mit weiteren Partnern ein Arbeitspaket im Sinne der Entwicklung einer Allmende gemeinsam genutzter Daten- und Wissensressourcen (towards a scholarly commons). Es werden wesentliche Bausteine wissenschaftlicher Kommunikation untersucht und weiterentwickelt, konkret Modelle für kooperatives Open Access Publizieren und die Umsetzung von Mehrwertdiensten einer neuen Generation von Repositories als Grundlage einer verteilten und auf globaler Ebene vernetzten Infrastruktur.
GrantId: H2020-777541
Laufzeit: 01/2018 - 12/2020
Projektkoordination: Universität Athen (UoA, Greece)
Förderung: Europäische Kommission - Horizon2020-EINFRA-2017

Zum Projekt

ORCID-DE 2 - Konsolidierung der ORCID-Informationsinfrastruktur in Deutschland

Die zweite Phase des ORCID-DE Projekts zielt auf die Konsolidierung des aufgebauten ORCID-Konsortiums in Deutschland. In diesem Rahmen wird die Dialogplattform um zielgruppenspezifische FAQs und ein Helpdesk-System ausgebaut und in einen nachhaltigen Betrieb überführt. Schwerpunkte der UB im Projekt sind die Mitwirkung an einer Bedarfsanalse über Organisationsidentifikatoren für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland und deren sinnvolle Kopplung mit ORCID; die Erweiterung der Nutzung von ORCID im Rahmen der Open-Access-Transformation; die Entwicklung eines ORCID-Monitors und die Umsetzung von Verfahren für die Metadatenoptimierung und -anreicherung im ORCID-BASE Repository-Ökosystem.
Laufzeit: 01/2020 - 06/2022
Projektpartner: Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, Deutsche Nationalbibliothek, DataCite, Technische Informationsbibliothek
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Zum Projekt

PUB - Publikationen an der Universität Bielefeld

PUB ist das institutionelle Repositorium der Universität Bielefeld und weist den wissenschaftlichen Output ihrer Mitglieder nach. PUB wird von der Universitätsbibliothek betrieben und bietet im Einklang mit den Bielefelder Resolutionen zu Open Access und Forschungsdaten freien Zugang zu den Bielefelder Publikationen und Forschungsdaten. In PUB werden auch elektronische Hochschulschriften gesammelt. PUB ist aus dem von der DFG geförderten Projekt PubLister hervorgegangen und wird gemeinschaftlich mit den Universitätsbibliotheken in Gent und Lund weiterentwickelt.
Laufzeit: 11/2010 -
Projektpartner: Universitätsbibliothek Gent, Universitätsbibliothek Lund
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (PubLister), Rektorat der Universität Bielefeld

Zum Projekt

SFB1288 Teilprojekt INF Dateninfrastruktur und Digital Humanities

Das Teilprojekt INF betreut mit dem Aufbau und der Bereitstellung einer kollaborativen digitalen Arbeitsumgebung alle daten- und informationsinfrastrukturellen Aspekte des SFB. Durch die Verbindung von Informationsinfrastruktur, Forschungsdatenmanagement und Digital Humanities leistet INF einen Beitrag zur Weiterentwicklung geisteswissenschaftlicher Forschungsmethodik zur Erforschung von Vergleichspraktiken und stellt die langfristige Datenverfügbarkeit und damit Nachvollziehbarkeit der im Forschungsprozess entstehenden Thesen und Publikationen sicher.

Zum Projekt


Abgeschlossene Projekte

CONQUAIRE - Continuous quality control for research data to ensure reproducibility

Im Rahmen des auf 3 Jahre angelegten DFG-Projekts wird ein neuer Fokus auf die Reproduzierbarkeit und Qualitätssicherung von Forschungsdaten während des Forschungsprozesses gelegt.
Die Semantic Computing Group der Universität Bielefeld wird mit Beteiligung von neun Forschungsgruppen und der Universitätsbibliothek Services und Tools entwickeln, die Forschende dabei unterstützen, ihre Daten und Werkzeuge (z.B. Analyseskripte) während des gesamten Datenlebenszyklus auf einfache Weise und in optimaler Qualität zu erfassen, zu versionieren und nachnutzbar zu machen.
Laufzeit: 01/2016 - 12/2018
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektpartner: Prof. Dr. Philipp Cimiano (Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld)

Zum Projekt

ORCID.DE - Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland

Ziel des Projekts ist es, die Implementierung der ORCID an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch einen übergreifenden Ansatz nachhaltig zu unterstützen. Das Projekt wurde durch die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiiert. Die Universitätsbibliothek Bielefeld erweitert in diesem Projekt unter anderem BASE um eine Claiming-Funktionalität, die es Besitzer einer ORCID erlaubt, Netzpublikationen auf Repositorien in ihr ORCID-Profil zu übernehmen.
Laufzeit: 05/2016 - 04/2019
Projektpartner: Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, Deutsche Nationalbibliothek
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Zum Projekt

INTACT - Transparente Infrastruktur für Open-Access-Publikationsgebühren

Das Projekt vereint drei Handlungsstränge: Der Projektbereich OA Analytics forscht über das (Open-Access)-Publikationsaufkommen auf institutioneller sowie auf nationaler Ebene. Mit der Initiative Open APC wird im INTACT-Projekt eine Plattform etabliert, über die die Zahlungen für Open-Access-Publikationsgebühren der Wissenschaftseinrichtungen offengelegt werden. Auf einer dritten Ebene adressiert die Initiative ESAC - Efficiency and Standards for Article Charges die notwendige Optimierung der Geschäftsprozesse für APC sowohl an Bibliotheken, als auch zwischen Bibliotheken und Verlagen. INTACT arbeitet eng mit deutschen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Verlagen zusammen und wird von der DINI AG Elektronisches Publizieren unterstützt.
Laufzeit: 10/2015 - 09/2018
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektpartner: Max Planck Digital Library (MPDL), Institute for Interdisciplinary Studies of Science (I2SoS) an der Universität Bielefeld

Zum Projekt

OpenAIRE 2020 - Open Access Infrastructure for Research in Europe 2020

OpenAIRE2020 ist die dritte Projektphase von OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe). Mit 50 Partnern aus allen EU-Ländern ist OpenAIRE eine großflächige Initiative zur Etablierung von Open Science in Europa. Die Universitätsbibliothek Bielefeld ist technischer Partner von OpenAIRE und arbeitet insbesondere in den Bereichen Metadata-Harvesting und Open-Access-Nutzungsstatistiken.
GrantId: H2020-643410
Laufzeit: 01/2015 - 06/2018 (42 Monate)
Projektpartner: Universität Athen, Niedersächsische Staats- und Universitäsbibliothek Göttingen
Förderung: Europäische Kommission

Zum Projekt

Europeana ECloud

Europeana Cloud ist ein "Best Practice Network" mit dem Ziel, ein Cloud-basiertes System für Europeana und nationale Aggregatoren zu etablieren und geeignete Werkzeuge zu entwickeln, mit denen sich nicht nur beschreibende Metadaten, sondern tatsächliche digitalisierte Inhalte miteinander verknüpfen und bearbeiten lassen.

Zum Projekt

SFB882 Teilprojekt INF (Daten und Informationsinfrastruktur für den SFB)

Dieses Projekt übernimmt mit dem Aufbau und der Administrierung einer virtuellen Forschungsumgebung für den gesamten SFB882 zentrale Servicefunktionen im Bereich der Daten- und Informationsinfrastruktur. Es entwickelt und implementiert Standards der Dokumentation für die generierten Daten, entwirft Anonymisierungskonzepte zur Archivierung und übernimmt methodologische Beratungsfunktionen.

Zum Projekt

OpenAIREplus (2nd Generation Open Access Infrastructure for Research in Europe)

OpenAIREplus erweitert die Ziele und Ergebnisse des OpenAIRE Projekts, welches den Open Access Pilot der Europäischen Kommission implementiert. Es baut auf der OpenAIRE Infrastruktur auf und erweitert diese unter anderem um die Möglichkeit der Verknüpfung von peer reviewed Forschungsliteratur mit zugehörigen Datensätzen und Projektförderinformationen. Der partizipative Charakter der Infrastruktur eröffnet Forschenden die Möglichkeit ihre Projektergebnisse umfassend Open Access zu stellen und bietet gleichzeitig einen offenen und transparenten Zugang zu Forschungsdaten.
Mit Hilfe der Netzwerkstrukturen von OpenAIRE wird das Konzept angereicherter Publikationen (Enhanced Publications) in den verschiedenen wissenschaftlichen Communities weiter gefördert. Nationale Open Access Kontaktstellen (NOADs) in den Teilnehmerländern unterstützen dabei die Forschenden in ihren Belangen.
Im Austausch mit anderen internationalen Initiativen wird OpenAIREplus bei der Entwicklung gemeinsamer offener Standards zum Publikations- und Datenmanagement hinsichtlich Interoperabilität und rechtlicher Situation beitragen.
OpenAIREplus wird von 41 Europäischen Partnern getragen einschliesslich drei interdisziplinären Communities.

Beitrag der Universitätsbibliothek Bielefeld:

  • Aufbauend auf den OpenAIRE "Studien zu disziplinspezifischen Anforderungen für Open Access Infrastrukturen" leitet die UB Bielefeld das Arbeitspaket zu "Studien über Methoden und Prinzipien von Open Access". U.a. werden in diesem Kontext disziplin-spezifische Piloten für angereicherte Publikationen in Kooperation mit interdisziplinären Communities entwickelt.
  • Erweiterung der OpenAIRE Guidelines zum Exponieren von bibliografischen Angaben und Projektförderinformationen um Forschungsdaten
  • Aggregation und Datenpflege
  • Serviceentwicklung und -wartung
  • automatisierte Analyse und Klassifizierung von Inhalten

Projektförderung:
Information Society Technologies / European Commission (IST)

Projektlaufzeit:
01.12.2011 - 31.05.2014

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://www.openaire.eu

OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe)

OpenAIRE ist ein ein Verbundprojekt - getragen von 38 Projektpartnern - zum Aufbau einer elektronischen Forschungsinfrastruktur in der Europäischen Union. Das Projekt OpenAIRE unterstützt dabei die Europäische Kommission bei der Umsetzung eines Open-Access-Pilotprogramms im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms.

Wesentliche Ziele von OpenAIRE sind:

Aufbau von Strukturen zur Unterstützung der Wissenschaftler bei der Ablage wissenschaftlicher Publikationen durch die Etablierung und den Betrieb eines Europäischen Helpdesk und europaweite Zusammenarbeit mit 27 nationalen Open Access Büros.
Aufbau und Betrieb einer elektronischen Infrastruktur für die Verwaltung wissenschaftlicher Artikel (und perspektivisch Forschungsdaten) im Förderkontext von sieben thematischen Gebieten (Energie, Umwelt, ICT, Forschungsinfrastrukturen, Wissenschaft in der Gesellschaft u.a.). Sie stellt zudem den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen her sowie Mehrwertdienste (u.a. Monitoring von Dokument- und Nutzungsstatistiken) bereit.
Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zur Untersuchung spezischer Anforderungen an Open Access Infrastruktur unter Berücksichtigung von Praktiken, Arbeitsabläufen, Datenmodellen und Technologien zum Management von Forschungsdaten und wissenschaftlicher Literatur.

Beitrag der Universitätsbibliothek Bielefeld:
Die Universitätsbibliothek Bielefeld unterstützt OpenAIRE bei Entwicklung und Betrieb seiner Infrastruktur. Sie ist insbesondere verantwortlich für

  • die Aggregation und Datenpflege bibliographischer Informationen mit Bezug zu FP7 Projekten
  • die Koordination und Durchführung von Studien über disziplinspezifische Anforderungen für Open Access Infrastrukturen
  • die Leitung des Arbeitspakets über Nutzungsstatistiken und die Erstellung von Reports über den Impact von Publikationen relativ zu FP7 Projekten

Projektförderung:
Information Society Technologies / European Commission (IST)

Projektlaufzeit:
01.12.2009 - 30.11.2012

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://www.openaire.eu

Retrospektive Digitalisierung wissenschaftlicher Rezensionsorgane und Literaturzeitschriften des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachraum

Gegenstand des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes ist eine digitale Rekonstruktion der vollständigen Korpora der größten Rezensionsorgane und Literaturzeitschriften der deutschen Aufklärung und folgender Perioden. Die Auswahl der Zeitschriften beruht im wesentlichen auf ihrer Verzeichnung im "Index deutschsprachiger Zeitschriften 1750 - 1815" der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Laufzeit: 2000 - 2016
Projektpartner: Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

Zum Projekt

Neuausrichtung Wissenschaftliches Publizieren

Die Universitätsbibliothek Bielefeld ist aktiv beim Aufbau von Verfahren und Lösungen für das alternative wissenschaftliche Publizieren auf der Basis neuer Geschäftsmodelle.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Diskussion um die "Neuausrichtung Wissenschaftliches Publizieren", die neben der Darstellung bereits laufender Projekte auch einen Einstieg zum Thema Open Access bieten.

Zum Projekt

ECO4R - Exposing Complex Objects for Repositories

Immer mehr wissenschaftliche Ergebnisse lassen sich nur noch durch sehr komplexe Informationsobjekte angemessen darstellen. Beispielsweise werden wissenschaftliche Veröffentlichungen zunehmend mit zusätzlichen Primärdaten, Visualisierungen oder anderen Ergänzungsmaterialien versehen, die so die wissenschaftliche Arbeit des Einzelnen transparenter und reichhaltiger machen. In diesem Projektvorhaben werden gemeinsam mit dem hbz (Hochschulbiblioothekszentrum Köln) die Möglichkeiten untersucht, komplexe Informationsobjekte mittels zweier Standards - METS und OAI-ORE - standardisiert zu verarbeiten, auszutauschen und Archivsystemen zuzuführen.

Konkret soll die Behandlung komplexer Informationsobjekte aus Open Access-Repositorien am Beispiel von Overlay-Journals und Dissertationssammlungen erfolgen.

Die beteiligten Repositorien werden auf Basis von OPUS und Fedora agieren.

  • Kontextanalyse komplexer Informationsobjekte
  • Entwickung eines Interoperabilitätsdemonstrator
  • Synchronisation zwischen Publikation und Archivierung
  • Source-Code-Release

Projektpartner:
Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz)
Universitätsbibliothek Bielefeld

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektlaufzeit:
Januar 2010 - Dezember 2011

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://www.eco4r.org/

Automatische Anreicherung von OAI-Metadaten mit Hilfe computerlinguistischer Verfahren und Entwicklung von Services für die inhaltsorientierte Vernetzung von Repositorien

Der Zugang zu hochwertiger Fachinformation ist eine wichtige Grundvoraussetzung des Wissenschaftsbetriebs. Die zunehmende Bereitstellung elektronischer Publikationen in verteilten offenen Wissensspeichern ("Repositorien") und ihre Zusammenführung, etwa im Rahmen der Open Archives Initiative (OAI), leisten dazu bereits heute einen substantiellen Beitrag. Das DFG-geförderte Projekt "Automatische Anreicherung von OAI-Metadaten mit Hilfe computerlinguistischer Verfahren und Entwicklung von Services für die inhaltsorientierte Vernetzung von Repositorien" zielt auf die Verbesserung der inhaltlichen Erschließung dieser wissenschaftlichen Dokumente durch OAI-Metadaten. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Universitätsbibliothek Bielefeld, der Texttechnologie an der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Alexander Mehler) und dem Institut für Informatik an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Gerhard Heyer).

Im Rahmen des Projekts sollen zunächst Dokumente ohne ausreichende klassifikatorische Sacherschließungsinformationen mit texttechnologischen Verfahren automatisch nach der Dewey Decimal Classification (DDC) klassifiziert und die Klassifikationsinformation in die Metadaten integriert werden. Die so angereicherten Daten können dann in verschiedenen Kontexten Verwendung finden, etwa zurück an Repositorien geliefert oder in wissenschaftliche Suchmaschinen wie die Bielefeld Academic Search Engine (BASE) aufgenommen werden. Die Daten sollen für andere Organisationen zur Nachnutzung bereitgestellt werden. Durch homogenere Klassifikationsinformation soll letztendlich die inhaltsorientierte Vernetzung von verteilten Repositorien gefördert werden. Semantisches Browsing durch die Dokumente nach Fachgebieten und semantische Suche werden möglich und verbessern die Recherchequalität.

Das Projekt verbindet die Bereiche digitale Bibliothek und Texttechnologie (Computerlinguistik): Während die Universitätsbibliothek hochwertige Dokumentmengen über eine standardisierte Schnittstelle verfügbar macht, liefert die Texttechnologie die linguistisch fundierten Klassifikationsergebnisse.

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.10.2009 – 30.09.2011

PEER (Publishing and the Ecology of European Research)

Bei dem EU-Projekt unter Beteiligung der Universitätsbibliothek Bielefeld geht es um die systematische Untersuchung der Effekte von Open Access Publikationen auf die bestehende Zeitschriftenwelt. Die Bibliothek nimmt in beratender Funktion (für das DRIVER-Projekt) an dem Vorhaben teil. In dem Projekt arbeiten folgende Verlage, Repositorienbetreiber und Forschungsorganisationen zusammen:

  • International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers [STM]
  • European Science Foundation [ESF]
  • Institut national de recherche en informatique et en automatique [INRIA]
  • Max Planck Gesellschaft [MPG]
  • Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen [SUB]
  • SURF Foundation, The Netherlands [SURF]

Projektförderung:
Europäische Kommission

Projektlaufzeit:
01.09.2008 - 31.08.2011

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://www.peerproject.eu/

PubLister (Persönliche Publikationslisten als hochschulweiter Dienst)

Persönliche Publikationslisten sind ein wichtiges Informationsmittel für die Wissenschaftskommunikation. Zur Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Dienste für die Gestaltung der Publikationsliste im Internet fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für zwei Jahre das an der Universität Bielefeld angesiedelte Projekt "Persönliche Publikationslisten als hochschulweiter Dienst" (PubLister).
PubLister schafft einen organisatorischen und technischen Rahmen für ein einheitliches Publikationsmanagement an Hochschulen. Exemplarisch für die Universität Bielefeld entwickelt das Projekt ein benutzerfreundliches Werkzeug für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, das die einheitliche Erstellung, Veröffentlichung und Wiederverwendung von Publikationslisten im Internet ermöglicht. Die technische Hilfestellung erlaubt die konsistente Einbindung der persönlichen Publikationsliste an geeigneten Orten wie

  • dem persönlichen Internetauftritt und dem der Organisationseinheit, dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören,
  • dem Forschungsinformationssystem,
  • den Open-Access Dokumentenservern,

und nutzt dabei Synergien zwischen Literaturversorgungs- und Informationssystemen, die bereits an der Hochschule bestehen.

Ein weiteres Ziel ist es, den Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern außerhalb ihrer formellen Publikationstätigkeit individueller, kommunikativer und ganzheitlicher zu gestalten. Daher werden im Projekt neben den klassischen Literaturverwaltungsprogrammen auch webbasierte Dienste wie CiteULike, Connotea und Facebook berücksichtigt.

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.04.2009 – 31.03.2011

DRIVER II (Digital Repository Infrastructure Vision for European Research)

Mit DRIVER wurde eine Testumgebung geschaffen, die die Entwicklung einer internetbasierten Wissens-Infrastruktur für den Europäischen Forschungsraum unterstützt. Ziel von DRIVER II ist es, folgende Schlüsselinnovationen zu DRIVER hinzuzufügen:

  • Etablierung einer europäischen Konföderation digitaler Repositorien
  • Einbindung von Repositorien mit nicht-textbasierten Inhalten wie beispielsweise Bildern, Präsentationen und (möglicherweise) Primärdaten
  • Erstellung von erweiterten Publikationen die verschiedene Informationsobjekte zu einem logischen Ganzen zusammenfassen, beispielsweise Publikationen mit relevanten Präsentationen und dazugehörigen Daten
  • Bereitstellung erweiterter Funktionalität

Zudem wird sich DRIVER II von einer Testumgebung zu einer produktiv einsetzbaren Infrastruktur weiterentwickeln und die geographische Abdeckung der eingebundenen Repositorien erweitert.

Projektförderung:
Information Society Technologies / European Commission (IST)

Projektlaufzeit:
01.12.2007 - 30.11.2009

Informationsplattform open-access.net

DFG-Projekt mit dem Ziel, den steigenden Informationsbedarf zum Thema Open Access zu decken und Akteure, die sich im Bereich Open Access engagieren, miteinander zu vernetzen. Die Universitätsbibliothek Bielefeld kooperiert mit vier deutschen Partnereinrichtungen.

Zum Projekt

OPUS 4 (Entwicklung der Open Access Repository Software OPUS als Baustein nationaler und internationaler Netzwerke)

Die Universitätsbibliothek Bielefeld bringt ihre Expertise im Rahmen der Arbeitspakete Collections, DRIVER-Kompatibilität und Anbindung an Forschungsinformationssysteme ein. Beim Punkt Collections soll die OPUS-Unterstützung für die eigenständige Bereitstellung von Teilmengen wie Konferenzbeiträge, Zeitschriften oder digitale Sammlungen ausgeweitet werden. Auf Basis der Mitarbeit im EU-Projekt DRIVER soll dafür Sorge getragen werden, dass OPUS 4 kompatibel zu den Anforderungen der DRIVER-Guidelines wird. Zudem soll durch die Definition geeigneter Schnittstellen die Voraussetzung für eine Anbindung von OPUS an Forschungsinformationssysteme geschaffen werden.

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.07.2008 - 30.06.2009

DRIVER I (Digital Repository Infrastructure Vision for European Research)

Das DRIVER-Projekt (Digital Repository Infrastructure Vision for European Research) hat zum Ziel, mehr als 50 räumlich verteilte wissenschaftliche Publikationenspeicher (sog. Repositorien) von Universitäten und Forschungseinrichtungen in Europa zu vernetzen. Damit soll eine Testumgebung aufgebaut werden, die die Entwicklung einer internet-basierten Wissens-Infrastruktur im Europäischen Forschungsraum unterstützt. Beteiligt sind zehn Partner aus 8 Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Italien, Niederlande und Polen), wobei die Projektlaufzeit 18 Monate beträgt. Die Universitätsbibliothek Bielefeld bringt ihre technische Expertise ein, die sie sich im Bereich wissenschaftliche Suchmaschinentechnologie (im Rahmen ihres Projektes BASE, Bielefeld Academic Search Engine) und Verwendung des OAI-Protokolls zur Verarbeitung von Metadaten erarbeitet hat. Zusammen mit den Partnern CNR Pisa, Univ. Athen, Univ. Warschau und SURF Nederland arbeitet die UB Bielefeld an technischen Lösungen und ist dabei verantwortlich für die Teilbereiche Datenerfassung, Datenprocessing und -speicherung sowie Indexierung und Retrieval. Dabei werden konkret Softwaremodule entwickelt, die in Verbindung mit den von den Partnern erstellten Lösungen die technische Infrastruktur bereitstellen werden.

Projektförderung:
Information Society Technologies / European Commission (IST)

Projektlaufzeit:
01.06.2006 - 30.11.2007

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://search.driver.research-infrastructures.eu

ProSeBiCA (Prospektive Steuerung der Serviceangebote von wissenschaftlichen Bibliotheken mittels Conjoint-Analyse)

Über die Zukunft der Bibliotheken bzw. "die Bibliothek der Zukunft" wird in der aktuellen Presse häufig und ausführlich diskutiert. Welche Dienstleistungen sollen die Bibliotheken als Produkte in der Zukunft anbieten? Wie kann man die Wünsche der Bibliotheksbesucherinnen und -besucher systematisch erfassen, um die angebotenen Dienste noch besser auf die Bedürfnisse der Bibliothekskunden abstimmen zu können?
Mit der Übertragung und Anwendung von etablierten Methoden hat die Universitätsbibliothek Bielefeld hierbei neue Wege beschritten:

So wurde in diesem Projekt, das die Bibliothek gemeinsam mit der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Marketing (Prof. Dr. Reinhold Decker) an der Universität Bielefeld durchgeführt hat, die Conjoint-Analyse zur Ermittlung zukünftiger Serviceangebote auf das Bibliothekswesen übertragen. Die Conjoint-Analyse ist ein allgemein anerkanntes Instrument der Marketingforschung und ermöglicht eine systematische Erfassung und Analyse von Kundenpräferenzen. Die Fragestellung lautet dabei nicht, wie bei Befragungen zur Leistungsmessung allgemein üblich: "Wie werden die derzeitigen Serviceleistungen beurteilt?". Die Conjoint-Analyse zielt vielmehr ausdrücklich auf die zukünftige Gestaltung von Dienstleistungen und setzt mit der Ermittlung von Kundenpräferenzen für eine vorgegebene Auswahl von realisierbaren alternativen Dienstleistungsoptionen methodisch anders an. Die Fragestellung der Conjoint-Analyse lautet daher: "Welche Dienstleistungsoptionen bringen dem Kunden zukünftig den größten Nutzen?" - "Welche umsetzbaren Optionen sollen das zukünftige Serviceangebot bilden?"
Ziel des Projekts war daher, durch die Anwendung der Conjoint-Analyse als Instrument der Marketingforschung einen umfassenden Analyse- und Simulationsrahmen für wissenschaftliche Bibliotheken zu entwickeln, der auf Basis von Präferenzmessungen eine empirisch und wissenschaftlich fundierte Strategieplanung für die gezielte Weiterentwicklung des Dienstleistungsspektrums ermöglicht. Dieser allgemeine Analyse- und Simulationsrahmen wurde aus einer empirischen Untersuchung am Beispiel der Universitätsbibliothek Bielefeld extrahiert und anschließend über eine zweite Untersuchung am IKMZ Cottbus überprüft und validiert. Mit Abschluss des Projektes wird dieser Analyse- und Simulationsrahmen über einen Leitfaden zur allgemeinen Nachnutzung anderen Bibliotheken zur Verfügung gestellt.

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.03.2004 - 28.02.2006

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
http://www.prosebica.de

Notebook-University Bielefeld

In der Universität Bielefeld wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte zur Entwicklung multimedialer und digitaler Lehr- und Lernmaterialien durchgeführt. Dennoch kann nicht behauptet werden, dass bereits die Mehrheit der Lehrenden die Möglichkeit neuer Medien für die Gestaltung von Lehrveranstaltung nutzen, oder dass der Einsatz neuer Medien bereits zum Studienalltag der Mehrheit der Studierenden gehört. Von einer Beteiligung an dem Programm Notebook-University erhofft sich die Universität Bielefeld nicht nur eine quantitative Vorbereitung der Nutzung neuer Medien, sondern erwartet auch einen qualitativen Entwicklungsschub. Nachdem die technischen Voraussetzungen zum Einsatz neuer Medien geschaffen wurden, steht nun die Auswahl einer geeigneten einheitlichen Lern- und Lehrplattform für die Universität Bielefeld an. Die hierzu notwendigen praktischen Erfahrungen beim Einsatz solcher Lern- und Lehrplattformen sollen im Rahmen der Notebook-University gewonnen werden. Anschließend soll auf dieser Grundlage die Entscheidung über die einheitliche Lern- und Lehrplattform erfolgen. Um den vorgesehenen Förderzeitraum optimal zu nutzen, wurden für die Teilnahme an der Notebook-University zentrale Einrichtungen und solche Lehrbereiche ausgewählt, die bereits - zumeist im Rahmen von Programmen des BMBF oder des MSWF gefördert - multimediale Inhalte und Konzeptionen entwickelt haben. Da schon die Vorbereitung eines gemeinsamen Antrags gezeigt hat, wie fruchtbar der Austausch zwischen den Disziplinen sein kann, werden der kontinuierliche Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Evaluation ein wesentliches Merkmal der Notebook-University Bielefeld sein.

Projektförderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektlaufzeit:
01.05.2002 - 31.12.2003

BieSOn (Bielefelder Server für Online-Publikationen)

Der Bielefelder Server für Online-Publikationen (BieSOn) ist ein Dienst der Universitätsbibliothek Bielefeld, mit dem wissenschaftliche Arbeiten von Angehörigen der Universität Bielefeld als elektronische Publikationen kostenfrei im Internet veröffentlicht werden können. Dazu zählen neben Dissertationen und Habilitationsschriften auch Aufsätze, Proceedings, Research Papers, Reports usw. Die Arbeiten werden von der Universitätsbibliothek dauerhaft archiviert, mit Hilfe der Autoren erschlossen und bibliographisch nachgewiesen. Schon seit einigen Jahren betreibt die Bibliothek einen Server, auf dem wissenschaftliche Schriften von Angehörigen der Universität Bielefeld, insbesondere auch Dissertationen, im WWW veröffentlicht werden können. Dieser Dienst wird umfassend ausgebaut und auf einen datenbankgestützten Hochschul- Publikationsserver auf der Basis der für Hochschulen frei verfügbaren OPUS-Software umgestellt, die im Jahre 1998 im Rahmen eines Projektes des Deutschen Forschungsnetzes an der Universität Stuttgart entstanden ist und dort seither kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Projektleitung/Geschäftsführung:
Jürgen Kemminer (Universitätsbibliothek Bielefeld)

Projektlaufzeit:
September 2001 - Mai 2003

 

Digitale Bibliotheken und ihre Folgen für die Modernisierung des Bildungswesens

Das Projekt "Digitale Bibliotheken und ihre Folgen für die Modernisierung des Bildungswesens" an der Universität Bielefeld ist ein Teilvorhaben im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts "Öffentliche Diskurse über neue Technologien - Öffentlichkeit und Technikfolgenabschätzung (ÖFTA)" des Arbeitskreises "Technikfolgeabschätzung und -bewertung" des Landes Nordrhein-Westfalen (AKTAB). Das gemeinsame Thema des Forschungsverbundes "ÖFTA" lautet "Folgen neuer internetgestützter multimedialer Bildungstechnologien". Insgesamt sind im Projektverbund acht Einrichtungen beteiligt.

Projektförderung:
durch das ehemalige Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, jetzt:
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MWF)

Projektlaufzeit:
1.Juni 2001 bis 31.Mai 2003
 

Intelligenter Rechercheassistent

Gegenstand des Folgeprojekts ist die Implementierung weiterführender Techniken, die das Ziel des Projektvorhabens, Steigerung der Retrieval-Qualität und des Retrieval-Komforts bei der Recherche wissenschaftlicher Texte in Bezug auf die üblichen Qualitätskriterien Precision, Recall, Antwortzeit und Benutzeraufwand, wirksam unterstützen, die Bandbreite der angebotenen Dienste erweitern und zu deren Qualitätssicherung beitragen. Besonderes Augenmerk gilt der Verbindung von Retrieval-Qualität und Benutzerfreundlichkeit, d.h. einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Hierzu werden Methoden entwickelt, in den (im bisherigen Projektverlauf entwickelten) Prototypen integriert und einem Praxistest unterzogen, die sich mit den folgenden Zielsetzungen befassen:

  • Intelligente Interpretation der Benutzeranfrage
  • Entwicklung, Vergleich und dynamische Auswahl alternativer Abarbeitungsstrategien
  • Erweiterte Funktionalität für den Benutzer durch Profildienst und Alert-Service

Intelligente Interpretation der Benutzeranfrage: Bisherige Erfahrungen mit Recherchesystemen zeigen, daß sich Benutzer bei der Eingabe ihrer Anfrage gerne auf die Voreinstellungen verlassen und nur vereinzelt Vorgaben wie z.B. die Relevanzen der eingegebenen Begriffe ändern. Von entscheidender Bedeutung für die Qualität des Recherchevorganges ist daher die intelligente Interpretation der Anfrage sowie das automatisierte Finden optimaler Parameter für die Suche. Es können dabei nicht feste Voreinstellungen getroffen werden, vielmehr müssen situationsbezogene Annahmen über die zweckmäßgste Interpretation der Anfrage gemacht werden, durch die die von dem Benutzer offengelassenen Optionen an plausible Werte gebunden werden. So können vom Benutzer nicht spezifizierte Gewichte für die eingegebenen Suchbegriffe im einfachsten Fall automatisch über ihre relativen Auftrittswahrscheinlichkeiten und ihre sog. inverse Dokumentfrequenz bestimmt werden. Elaboriertere Techniken basieren z.B. auf dem formalen Diskriminanzwert der Dokumente. Auch die dynamische Auswahl des optimalen Aggregationsoperators läßt sich automatisieren - in der einfachsten Form über die Anzahl der eingegebenen Suchbegriffe. - Über die relativen Auftrittswahrscheinlichkeiten von Suchbegriffen läßt sich ein Ähnlichkeitsmaß zwischen Dokumenten definieren - man spricht in diesem Zusammenhang auch von 'Clusterbildung'. Dadurch sind Verfahren wie 'relevance-feedback' bzw. 'citation perl growing' und 'query-expansion' möglich, die eine wesentlich spezifischere Suche zulassen und so eine hohe 'precision' des Suchergebnisses garantieren. Realisierungsmöglichkeiten: Vorschlag zusätzlicher Suchbegriffe durch das System, die automatisch aus den Top-Treffern extrahiert werden, sowie die Anforderung von "ähnlichen" Dokumenten.

Entwicklung, Vergleich und dynamische Auswahl alternativer Abarbeitungsstrategien: Der kalkulatorische Aufwand zur Berechnung einer strukturierten und gewichteten Ergebnismenge erfordert fortgeschrittene Verfahren. Bisherige Recherchesysteme verwenden bei der Abarbeitung einer Anfrage einen festen 'Abarbeitungsplan'. Im Unterschied hierzu ist ein 'dynamischer Abarbeitungsprozeß' realisiert worden, der je nach Struktur der Anfrage ausgewählt wird und z.B. in Abhängigkeit der Größe von bereits berechneten Teilergebnissen verzweigt. Neben einer erheblichen Performanzsteigerung kann dadurch auch eine exaktere Relevanzeinstufung jedes Dokumentes erzielt werden, was eine höhere Retrieval-Qualität zur Folge hat.

Beim gewichteten Retrieval auftretende Teilergebnisse können leicht aus mehreren 10.000 bis 100.000 Dokumenten bestehen. Zur Bearbeitung eines solchen Datenvolumens sind moderne Streaming-Techniken nötig, die die Tatsache ausnutzen, daß diese Ergebnisse nicht zu einem Zeitpunkt komplett vorliegen müssen, sondern iterativ berechnet werden können. Je nach Struktur der Anfrage müssen dann verschiedene solcher Datenströme auf unterschiedliche Art und Weise effizient miteinander kombiniert werden, um das gewünschte Gesamtresultat zu erhalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der sog. 'Query-Optimization', mit deren Hilfe eine Anfrage in eine äquivalente Anfrage umgeformt werden kann, die zwar das gleiche Resultat liefert, aber eine einfachere Abarbeitung ermöglicht. Zur effizienten Ergebnisberechnung sind verschiedene Voraussetzungen zu beachten, nämlich die Art und Anzahl der Aggregationsoperatoren, die Anzahl und Gewichte der eingegebenen Stichworte, weitere ausgewählte Filteroperatoren und eine eventuelle zusätzliche Gewichtung der einzelnen Datenströme. Hierzu sollen unterschiedliche Strategien zur Anfrageabarbeitung untersucht und miteinander verglichen werden, wobei das besondere Interesse auf den neuartigen Auswertungsstrategien des Rechercheassistenten liegt. Darüber hinaus sollen weitere Verfahren untersucht werden, die eine feinere Granulierung der Relevanz und über die dadurch bewirkte exaktere Relevanzeinstufung der Dokumente eine höhere Retrieval-Qualität ermöglichen: Diese Strategien verzweigen in Abhängigkeit von den berechneten Teilergebnismengen, schränken z.B. bei sehr großen Ergebnismengen automatisch den Suchskopus von Abstract- auf Titelstichworte ein bzw. erweitern ihn analog dazu auf Volltextsuche, falls zu wenige Ergebnisse gefunden werden.

Erweiterte Funktionalität für den Benutzer durch Profildienst und Alert-Service:

Um dem Benutzer die regelmäßige, wiederholte Recherche zu erleichtern, die notwendig wird, wenn er über aktuelle Neuerungen auf dem Laufenden sein möchte, wird ein Profildienst realisiert, der über einen Alert-Service verfügt. Der Benutzer kann sein 'Profil' in Form einer Fuzzy-Anfrage abspeichern und wird per E-Mail benachrichtigt, sobald neue Dokumente zu seinem Interessensprofil erscheinen. Weiterhin soll eine Integration in den bestehenden Profildienst der Bibliothek erfolgen.

Als technische Grundlage für die Implementierung des Profildienstes soll ein RDBMS (Relationales Datenbank-Management-System) dienen. Bei der Erstellung des Datenbankschemas wird die übliche Entwurfsmethodik für relationale Datenbanken zum Einsatz kommen. Der Alert-Service überprüft in regelmäßigen Abständen bzw. bei Bedarf auf äußere Anfrage hin, ob zu einem Profil neue relevante Dokumente gefunden werden und benachrichtigt den Benutzer im Trefferfall per E-Mail. Dieser Service wird ebenso wie der Rechercheassistent durch Verwendung von Java-Servlets über eine WWW-Schnittstelle zugänglich sein und sich in den Rechercheassistenten und die übrigen Dienste der Bibliothek einbetten.

Projektförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft

Projektlaufzeit:
01.04.2000 bis 31.03.2002
Folgeprojekt: 01.04.2002 bis 31.03.2003

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
Zwischenbericht / Abschlussbericht

e-Verlage-Projekt

Ziel des "e-Verlage-Projekts" ist die Entwicklung einer Anwendungsumgebung zur Überprüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einer digitalen Bibliothek auf der Basis des Interdoc-Systems. Die Universitätsbibliothek Bielefeld übernimmt als eigenes Projektvorhaben die Anbindung dieses Systems an die drei zentralen Systeme der Digitalen Bibliothek NRW (Zugangssystem, Zugangskontroll- und Monitoringsystem, Abrechnungssystem) und zusätzlich die Anbindung des Systems an das hochschul- bzw. bibliothekseigene System von (zertifizierten) Chipkarten mit Zahlungsfunktion. Das Projekt wird von einer Arbeitsgemeinschaft aus 12 Verlagen begleitet und geführt.

Projektförderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektlaufzeit:
August 1999 - Juli 2002, Verlängerung bis 31.12.2002

Die Digitale Bibliothek NRW

Die Digitale Bibliothek NRW soll elektronische Medien für Hochschulangehörige des Landes bereitstellen. Ein Schwerpunkt des Projektes wird die Versorgung von Studierenden im Grundstudium mit Lehrmaterialien sein.
Insgesamt wurden folgende Ziele definiert:

  • Bereitstellung der verteilten Ressourcen unter einer einheitlichen Oberfläche
  • Verknüpfung von Rechercheergebnis und Volltext
  • Kostenreduktion durch Bildung von landesweiten Konsortien
  • Abrechnung kostenpflichtiger Dienste über ein einheitliches Abrechnungssystem

Die Digitale Bibliothek (DigiBib) bietet den (gebührenfreien) Zugang zu internationalen Informationsquellen aller Fachgebiete. Unter einer Oberfläche können eine Vielzahl von Diensten genutzt werden:

  • Parallele Suche in Volltextdatenbanken, Bibliographien und Bibliothekskatalogen (örtlichen, nationalen und internationalen)
  • Individuelle Suche in den Datenbanken
  • Zugriff auf Multimedia-CD-ROMs, elektronische Lehrbücher und CD-ROM-Datenbanken
  • Ausgewählte Links ins WWW
  • WWW-Metasuchmaschine
  • Bestellung über die Online-Fernleihe und Dokumentlieferdienste
  • Verweise auf Online-Bookshops

Projektförderung:
durch das ehemalige Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, jetzt:
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MWF)

Projektlaufzeit:
Vom 01.04.1998 - 31.12.1999: Projektleitung durch die Universitätsbibliothek Bielefeld
Seit 01.01.2000: Geschäftsführung und Übernahme des Routinebetriebes durch das Hochschulbibliothekszentrum NRW (HBZ)

Internetadresse des Projekts/Ausführliche Informationen:
https://www.hbz-nrw.de/produkte/digibib-loesungen/digibib